Tut mir leid, ich habe leider kein Foto für dich…

… oder aber auch, warum es so still um mich war.

Ja, tatsächlich hat dieser Beitrag ein Foto, weil ich es irgendwie geschafft habe ein Projekt zu beenden.

Seit gestern hänge ich wieder an den Nadeln.
Wäre @knit.ding und @sternzeichensocke nicht, wäre ich immer noch abstinent.
Warum ich es nicht mehr bin möchte ich nicht verraten, denn es ist #geheimgeheim.

Nach zwei Monaten Abstinenz, oder wie ich sie auch nenne, zwei Monate die mich echt aus der Bahn geworfen haben, haben mir gezeigt, dass es wichtigere Dinge gibt im Leben als #stricken. Natürlich stricke ich gerne und es beruhigt mich und wenn ich gestresst bin vom Alltag lenkt es mich gut ab, aber …

Ja was aber? Das Leben verläuft bei keinem von uns nach Plan und so auch nicht bei mir.

Wer bis hier gelesen hat, fragt sich jetzt bestimmt, was gravierendes passiert ist.

Ich verrate es euch.
Ich hatte mich total darauf gefreut, bald eine Babydecke stricken zu dürfen.
Das Muster war auch schon gefunden, aber ich habe mit dem bestellen der Wolle noch etwas gewartet, denn wie letztes Jahr, war auch dieses Mal die Schwangerschaft nicht intakt. Und da ich ja wusste, was ich eigentlich stricken wollte, habe ich die Stricknadeln bei Seite gelegt, weil es mich nur tiefer in die Depression gerissen hätte.
Und das ist auch einer der Gründe, warum ich überhaupt wieder soviel gestrickt habe.
Eigentlich ist es ja ein schöner Grund, dass man heiratet und auch meine Hochzeit war zwar nicht perfekt, aber ich fand sie schön und würde sie gerne wiederholen.
Aber dennoch bin ich seitdem in einem Loch, aus dem ich nicht mehr herauskomme so ganz ohne Schwierigkeiten. Also bin ich ein kleiner Roboter geworden.
Aufstehen, arbeiten, essen nicht vergessen, genauso wie das trinken, nach Hause kommen, Haushalt erledigen (wenn ich es schaffe) schlafen und zwischendurch mal duschen und so läuft es seit zwei Monaten jeden Tag und jetzt hab ich die Schnauze voll und will zurück ins Leben. Und dabei hilft mir das stricken und das nähen.

Ja das nähen.
Ich habe aus dem Stoff von meinem Opa einen Faltenrock genäht, den man sogar anziehen kann. Zwar mit ein bisschen Hilfe, aber er kann sich einigermaßen sehen lassen.
Ich habe es nie gelernt, sondern mir bei YouTube Videos angesehen, meine Oma angerufen und so weiter.

In drei Wochen bin ich im Urlaub, oder sollte ich sagen Therapie? Denn das ist es für mich. Ich fliege ohne meinen Mann mit meiner Mutter nach Spanien.
Zwar nehme ich mein Handy mit, aber ich will die Tage des Urlaubs dazu nutzen, mich wieder zu erden. Ich fliege seit 24 Jahren an diesen Ort, also ist es quasi Heimat für mich.
Das Handy wird zur Seite gelegt, der Laptop zu Hause gelassen, die Bücher die ich seit letztem Jahr lesen wollte und meine Stricknadeln werden eingepackt und dann kehre ich als ich selber wieder zurück nach Hause.

So ist das Leben nun einmal manchmal. Nicht jeder von uns schafft alles, was die Prüfungen des Lebens von uns verlangen.
Doch dieses Mal bin ich guter Hoffnung, dass mein Plan aufgeht.

Dennoch wird es weiterhin ein bisschen stiller um mich bleiben, weil ich mich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren muss. Und das ist nunmal nicht mein Blog oder Social Media.

In diesem Sinne

Eure Kathi von kleinaberstrick

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